Tiere entdecken, die die Welt braucht

Akasha Kinder-Malblock

Alles in der Natur ist miteinander verbunden. Einige Tiere spielen eine besondere Rolle dabei, dass es uns und unserer Umwelt gut geht. Aber wie genau machen sie das? Auf dieser Seite stellen sich Biene Aayu, Bieber Nagi und die anderen Tiere aus dem Malblock genauer vor und erzählen, welche Fähigkeiten sie haben.

Hallo, ich bin die Biene Aayu. Blütennektar und Pollen sind mein Lieblingsessen. Ganz nebenbei, während ich futtere, bleiben Pollen an mir kleben und kommen so zu anderen Blüten. Dadurch bestäube ich sie und erst dann können daraus Früchte entstehen. Ohne mich würde es viele Pflanzen gar nicht geben! Wir Bienen sind also wichtig, damit es genug Obst und Gemüse zum Essen für andere Tiere und Menschen gibt. Deswegen heiße ich auch Aayu, was auf Nepalesisch “Leben” bedeutet. Ich lebe mit anderen Bienen zusammen und mache Honig aus dem gesammelten Nektar, andere Bienen sind wilder und leben eher allein. Zum Bestäuben sind wir alle wichtig!

Weißt du, welche Blumen wir besonders gerne bestäuben? Beobachte mich und meine Freunde doch mal, wenn wir das nächste Mal von den Blumen in deiner Nähe naschen. Und wenn der Rasen nicht gemäht ist, komme ich besonders gern!

Hallo, ich bin das Eichhörnchen Crunchy. Ich habe mir für den Winter richtig viele Nüsse und Samen im Waldboden vergraben, damit ich auch in den kalten Monaten genug zu futtern habe. Nur kann ich mich jetzt gar nicht mehr an alle Verstecke erinnern. Aber das macht nichts. Wenn ich mal ein paar Nüsse im Boden vergesse, dann können sie im Frühling auskeimen und es wachsen neue Bäume daraus. Das hilft nicht nur den anderen Waldbewohnern, sondern allen auf der Erde. Denn die Blätter spenden uns frische Luft zum Atmen und kühlen ihre Umgebung ab, wenn es warm ist.

Schau mir oder meinen Freunden das nächste Mal mal ganz genau zu… wie schnell ich einen Baum hinaufkomme oder wie gut ich springen kann! Vielleicht möchtest du uns auch etwas Leckeres zu essen auslegen?

Hallo, ich bin der Biber Nagi. Wusstest du, dass ich anderen Tieren dabei helfe, ein sicheres Zuhause zu haben? Ich fälle nämlich Bäume, um daraus Dämme oder Wohnbauten zu bauen. Dadurch entsteht mal eine Lichtung in einem dichten Wald. Oder es entsteht ein kleinerer Teich an einem schnellen großen Fluss – hier fühlen sich Kröten wohl und ganz bestimmte Pflanzen. Es kommt richtig viel Leben rein! Die Biberdämme machen unser Wasser sauber und schützen auch Menschen vor Überschwemmungen und Waldbränden.

Hat in deiner Umgebung ein Biber seine Spuren hinterlassen? Schau dich mal um!

Hallo, ich bin der Regenwurm Ringli. Kannst du dir vorstellen, wie es ist in der Erde zu leben? Ich buddle mich durch verschiedene Erdschichten und hinterlasse dabei ganz schmale Tunnel. Das lockert den Boden auf und es kommt mehr Luft in die Erde. Und wenn es regnet, ist dann auch genug Platz für das Wasser und die Erde kann viel Wasser aufnehmen. Meine Tunnel helfen dem Boden besonders, wenn das Wetter mal extrem ist – bei ganz starkem Regen kann er viel Wasser aufnehmen und es kommt weniger zu Überschwemmungen. Und bei Trockenheit bleibt der Boden durch das gesammelte Wasser länger feucht und die Pflanzen haben auch ohne Regen noch Wasser zum Leben.

Außerdem helfe ich beim Aufräumen! Denn ich esse gerne die ganz alten Blätter- und Pflanzenreste. Und auch meine krümelige Kacka ist nützlich, denn die ist so vollgepackt mit Nährstoffen, dass neue Pflanzen damit besser wachsen können. Was mir das Leben schwer macht, sind manche künstlichen Pflanzenschutzmittel – die machen mich krank! Und wenn der Boden ganz plattgedrückt wird von schweren Maschinen, komme ich kaum noch durch die feste Erde!

Kannst du nun auch erraten, warum man mich besonders häufig sieht, wenn es regnet?

Hallo, ich bin die Ameise Arni. Meine Mitbewohner und ich sind sehr fleißig unterwegs. Hast du schon mal einen Ameisenhügel im Wald gesehen? Das ist nicht einfach nur ein Haufen Erde, sondern ein Nest, das aus vielen verschiedenen Tunneln und Kammern besteht – wie ein großes Haus mit vielen Räumen. Oft bauen wir das Nest um einen alten Baumstumpf herum, so wird der gleich wiederverwertet. Um dieses Haus müssen wir uns ständig kümmern. Wir räumen aber auch den Wald auf, indem wir tote Insekten in unser Nest tragen. Dabei schrecken wir auch nicht vor Insekten zurück, die deutlich größer sind als wir, denn wir packen zusammen an. Auch Pflanzen und Blumen essen wir. Manche Pflanzen locken uns mit ganz besonderen Leckereien an. Die bringen wir in unser Nest und verspeisen sie. Manchmal bleiben Reste übrig, die wir nicht essen und wieder aus unserem Nest heraustragen. Diese Reste enthalten oft Samen, die wir so im Wald verbreiten. So blühen neue Pflanzen an ganz verschiedenen Orten im Wald.

Manchmal kommen uns auch andere Tiere in unserem Nest besuchen, zum Beispiel manche Käfer. Die können dann für ein paar Tage zu Gast bleiben, solange sie nicht all unsere Vorräte aufessen. Kommst du auch mal an unserem Nest vorbei und schaust uns bei der Arbeit zu?

Hallo, ich bin der Wolf Lupo. Der Wald ist mein Revier. Hier streife ich durch das Dickicht und beobachte andere Tiere ganz genau. Denn zum Überleben brauche ich Fleisch und jage andere Tiere. Meistens gehen mein Rudel und ich in der Dämmerung oder nachts auf Jagd. Hast du uns schon mal heulen gehört? So verabreden wir uns und sprechen miteinander.

Ich decke aber auch für andere Waldbewohner den Tisch, nicht nur für mein Rudel. Meistens esse ich nämlich nicht alles auf. Dann essen von meiner Beute noch weitere Tiere, z.B. manche Vögel oder Käfer. Durch die Jagd sorge ich auch dafür, dass es nicht zu viele von den Tieren gibt, die kleine Bäume und Triebe fressen, Rehe zum Beispiel. So trage ich zu einem Gleichgewicht bei, wodurch der Wald besser nachwachsen kann und als Lebensraum für viele verschiedene Tiere und Pflanzen weiterbesteht.

Hallo, ich bin die Fledermaus Eccho. Hast du mich nachts schon mal durch die Luft fliegen sehen? Ganz schnell husche ich durch die Gegend – und das in der Dunkelheit! Ich bin nämlich nachtaktiv. Das heißt, ich fliege nachts aus, um Futter zu suchen. Gar nicht so leicht, nachts zu sehen, oder? Zum Glück muss ich mich nicht auf meine Augen verlassen! Weißt du, wie ich mich in der Dunkelheit zurechtfinde? Ich kann Geräusche machen, die Menschen nicht hören können – man nennt sie Ultraschallwellen. Die Wellen prallen an Gegenständen ab und kommen wieder zurück. So finde ich meine Nahrung auch ohne sie zu sehen, z.B. Insekten. Dadurch helfe ich eigentlich, dass es nicht zu viele Insekten gibt, auch Mücken! Doch zurzeit gibt es viel zu wenig Insekten und das Essen ist manchmal knapp…

Tagsüber ruhe ich mich in kleinen Höhlen und geschützten Ecken aus – Baumhöhlen, Felsspalten, aber auch Dachböden oder Mauernischen bieten mir Schutz. Dort hänge ich mit meinen scharfen Krallen an der Decke – so kann ich mich, wenn doch mal Gefahr aufkommt, einfach fallenlassen und schnell losfliegen. Meine Artgenossen in den Tropen essen auch Blütennektar und Früchte und helfen so beim Bestäuben – so wie die Bienen!

Hallo, ich bin Wilma, der Wal. Wusstest du, dass wir Wale eine wichtige Rolle dabei spielen, dass du genug frische Luft zum Atmen hast? Denn mehr als die Hälfte des Sauerstoffs auf der Erde stammt aus den Meeren! Du bist also mit jedem Atemzug mit dem Meer verbunden – und damit auch mit mir! Der Sauerstoff wird nämlich von klitzekleinen Lebewesen im Wasser produziert, dem Phytoplankton, das genau so Photosynthese betreiben kann wie Pflanzen an Land.

Und was haben wir großen Wale mit diesem winzig kleinen Phytoplankton zu tun? So wie auch Pflanzen an Land, braucht Phytoplankton Nährstoffe zum Wachsen. Die liefern wir! Unsere Ausscheidungen sind reich an Nährstoffen und wirken wie Dünger. Außerdem steht Plankton auf dem Speiseplan für andere Tiere, die wiederum von größeren Tieren gefressen werden.

Auch an den Küsten Deutschlands kann man ab und an einen Wal sehen: In der Nord- und Ostsee leben Schweinswale.

Du möchtest mehr über uns Wale lernen? Auf dieser Seite erfährst du noch mehr dazu, wieso Wale wichtig sind für unsere Umwelt.

Hallo, ich bin der Maulwurf Mato. Hast du schon mal einen Maulwurfshügel gesehen? Der entsteht, wenn ich mich durch die Erde buddele und Tunnel grabe. Ich suche nach Insekten, die ich essen kann. Weißt du, welche Tiere ich esse? Besonders gerne mag ich Regenwürmer, Käferlarven, Schnecken und andere Insekten, die im Boden leben. Im Garten helfe ich also dabei, dass nicht zu viele Schnecken am Beet knabbern! Außerdem sorgen meine Bodengänge dafür, dass der Boden gut durchlüftet ist, die verschiedenen Erdschichten sich besser durchmischen und Wasser besser abfließen kann. Nährstoffe in der Erde werden so verteilt und Pflanzen können besser wachsen. Dass es unter der Erde so dunkel ist, dass man fast nichts sieht, macht mir übrigens nichts aus. Ich kann hervorragend riechen, hören und tasten! Mein Name “Mato” bedeutet übrigens Erde auf Nepalesisch, weil ich so gerne in der Erde wühle. Hast du schon mal einen Maulwurfshügel gesehen?

Hallo, ich bin Eichelhäher Garda. Im Herbst kann ich besonders viele Eicheln zum Essen finden, davon lege ich mir gerne viele Vorräte an für den Winter. Ich trage sie weit weg von ihrem Herkunftsbaum und verstecke sie z.B. in Baumstümpfen oder im Boden. Ähnlich wie die Eichhörnchen finde ich aber nicht alle wieder… aus einigen davon werden neue Bäume. Dadurch helfe ich dabei, dass im Wald neue Bäume nachwachsen können und der Wald als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bestehen bleibt. Außerdem passe ich gut auf im Wald. Wenn Gefahr aufkommt, rufe ich ganz laut, um meine Artgenossen, aber auch andere Tiere zu warnen. Das sind meine besonderen Fähigkeiten – manche Vogelarten, z.B. Kolibris, helfen dabei, Pflanzen zu bestäuben. Andere sorgen dafür, dass es nicht zu viele Insekten gibt. Wie viele verschiedene Vogelarten kannst du in deiner Umgebung hören? Und welche besonderen Fähigkeiten haben sie?
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Als Eltern und Interessierte mehr erfahren und bewegen

Der Akasha Kinder-Malblock lädt zum Ausmalen und Entdecken ein und stellt Kindern auf spielerische Weise wichtige Tierarten vor. Im ersten Teil dieser Seite finden Sie und Ihre Kinder weitere Informationen zu den Tieren und wie diese zum Gleichgewicht in der Natur beitragen. Diese Einblicke in die Tierwelt zeigen auf, wie wichtig die verschiedensten Arten für unser Leben sind und inspirieren dazu, spielerisch die Zusammenhänge zwischen Menschen, Tieren und der Natur zu erforschen.

Teil des Global Guardians Programms

Der Akasha Kinder-Malblock zeigt nicht nur die Bedeutung wichtiger Tierarten auf – als Teil der Global Guardians Projekte inspiriert er Kinder und Jugendliche dazu, mehr zu erforschen und Fähigkeiten zu entwickeln, um unseren Planeten zu schützen. Durch den Global Guardians Ansatz lernen Kinder, dass ihre Handlungen Auswirkungen auf die Umwelt haben und Veränderungen in der Umwelt umgekehrt auch Auswirkungen auf sie. Dies ermöglicht ihnen, die Interdependenz zwischen Menschen und Natur in praktischer Weise zu erforschen. Dazu bieten wir praktische Umweltbildung in Kindergärten und Schulen an – in Nepal und in Deutschland.

Es ist die Vision der Akasha Academy, Modell-Kindergärten und Schulen zu gründen, in denen das Global Guardians Curriculum praktisch angewandt wird. Damit soll eine Generation junger Menschen ausgebildet werden, die sich von klein auf als Teil der Natur verstehen. Durch den ganzheitlichen Bildungsansatz werden Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen einer globalisierten Welt vorbereitet und ihre Resilienz gestärkt. Sie erhalten eine qualitativ hochwertige Ausbildung und lernen, ihr Wissen für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft anzuwenden.

Gemeinsam praktische Umweltbildung fördern

Die Akasha Academy bringt unterschiedlichste Privatpersonen, Unternehmen, Multiplikatoren und weitere Partner zusammen, um diese Vision im Bereich Bildung zu realisieren und gemeinsam Wege für die Zukunft zu schaffen.

Alle Einnahmen aus Kooperationen zum Akasha Kinder-Malblock fließen in die Bildungsprojekte nach dem Global Guardians Ansatz. So ermöglichen wir gemeinsam, dass zahlreiche Kinder Umweltbildung praktisch und spielerisch erleben können. Wir bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit und Unterstützung unserer engagierten Partner.

Werden auch Sie Teil unserer größeren Vision und wachsenden Initiative in Deutschland und Nepal! Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Sie wollen mehr zum Bildungsansatz der Akasha Academy oder dem Malblock erfahren? Oder Sie interessieren sich, wie man sich einbringen kann? Melden Sie sich gerne bei uns!

Herausgeber des Akasha Kinder-Malblocks ist die Akasha Academy gGmbH, ein Institut für integrierte Bildung. Gegründet vom Weißen Lama Tulku Khyungdor Rinpoche, hat sie zum Ziel, Perspektiven für die Zukunft unseres Planeten zu schaffen.

Das Malbuch mit allen Illustrationen, Texten und Reimen sowie der zugehörigen Website wurden von einem interdisziplinären Team der Akasha Academy gGmbH gestaltet.